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Die Situation in deutschen Krankenhäusern ist geprägt durch die gegenwärtigen und absehbaren Veränderungen im Gesundheitssystem. Hierzu gehört der demografische und epidemiologische Wandel, der dazu führt, dass auch in den Krankenhäusern immer mehr ältere, chronisch und multimorbid Erkrankte behandelt werden. Weiterhin führen Ressourcenknappheit und Kostendruck zu Umstrukturierungen, in deren Mittelpunkt die Schaffung von Wettbewerb und marktwirtschaftlichen Steuerungsmechanismen stehen.

Dieser Umbruch in den Krankenhäusern findet vor dem Hintergrund historisch gewachsener Formen und Strukturen der Zusammenarbeit von Ärzten und Pflegekräften statt. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie Kooperation oftmals stärker behindern als fördern. So verfolgen Ärzte und Pflegekräfte z.T. unterschiedliche, nicht aufeinander abgestimmte Versorgungsziele. Die Leitungsstrukturen der Krankenhäuser trennen die Berufsgruppen, anstatt sie zusammenzuführen.

Hinzu kommen überkommene Rollenmuster und unklare, dysfunktionale Aufgabenteilungen zwischen den Berufsgruppen. Diese Bedingungen gilt es für eine patientenorientierte und effiziente Krankenhausversorgung zu überwinden.