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Nutzenstiftende Kooperationsformen

Die Kooperation zwischen Ärzten und Pflegende im Krankenhaus ist keine freiwillige Veranstaltung, sondern durch die medizinisch-pflegerische Arbeitsteilung erzwungen. Also geht es darum, diese Zusammenarbeit effizient auszugestalten: einerseits so intensiv wie notwendig, andererseits auch so sparsam wie möglich.
Das Zielbild der Kooperation ist ein selbstgesteuertes kooperatives Handeln der Akteure, das eine frühzeitige Information und Absprache verbindet mit Überlegungen, wann und wie die entsprechende Kommunikation erfolgen soll. Insofern haben die Formen der Kooperation im KoPM®-Modell eine große Bedeutung. So ist beispielsweise die kooperative Visite, die vom Arzt und der Pflegenden gemeinsam gestaltet wird, der wichtigste Ort für patientenbezogenen Kommunikation. Hier findet eine Verschränkung von Kommunikation und gemeinsamer Aufgabendurchführung statt, es werden Situationen geklärt, Vereinbarungen getroffen und Entscheidungen gefällt - der Patient wird zum sinnlich erfahrbaren Beteiligten der Kooperation.
Natürlich stehen weitere Formen der Kooperation auf dem Prüfstand, inwieweit sie die Kommunikation und Kooperation befördern können; das Dokumentationssystem, das idealerweise beide Sichtweise auf den Patienten miteinander verbindet, Fallbesprechungen sowie gemeinsame Besprechungen.